Daniel Wagenblast.

Daniel Wagenblast. Weltenfahrer Fahrerwelten

30. April – 13. Juni 1999

Daniel Wagenblast, 1963 in Schwäbisch Gmünd geboren und heute in Stuttgart lebend, zählt zu den vielversprechenden jungen Malerbildhauern in Deutschland. Das heißt, daß die Malerei zum Ursprung seines künstlerischen Schaffens gehörte und daß sich erst im späteren Verlauf seiner Ausbildung die Entwicklung zur Skulptur vollzog. Vier herausragende Merkmale in seinem Schaffen sind es, die auf verblüffende Weise die Erinnerung an die Kunst des frühen deutschen Expressionismus und damit an die Wurzeln der modernen Bildhauerei zu Beginn unseres Jahrhunderts wachrufen. Dazu gehört die Hinwendung des Malers Wagenblast zur Skulptur, die Gründung und Mitgliedschaft in einer Künstlervereinigung, die Auseinandersetzung mit dem Thema Figur und schließlich die expressive Bearbeitung des bevorzugten Naturstoffes Holz. Damit läßt sich in seinem Werk eine Entwicklung beobachten, die im 19. Jahrhundert mit Künstlern wie Henri Matisse und Edgar Degas ihren Anfang nahm und die sich im 20. Jahrhundert mit Ernst Ludwig Kirchner, Pablo Picasso, Markus Lüpertz, Horst Antes und anderen mehr bis heute fortsetzt. Interessant an diesem traditionsorientierten Bezug ist die unkonventionelle Verknüpfung mit dem illustrativen und äußerst alltagsbezogenen Motiv "Taxi und Figur". Sie macht aus Wagenblasts "Weiltenfahrern" aktionsreiche Bildergeschichten.

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