Der Aussichtsturm Himmelsstürmer

Ein Bild des Aussichtsturm Himmelsstürmer im Landschaftspark Wetzgau

Gestalt und Statik des Himmelsstürmers vereint die Kunst der Ingenieure mit dem Feingeist der Architektur.

Der Aussichtsturm gilt auch als Vorzeigeprojekt für moderne Möglichkeiten des Holzwerkbaus, wobei sich bei der Realisierung vor allem die in Jagstzell beheimatete Holzbaufirma Schlosser ein „Denkmal“ setzte. Er zeigt innovative Konstruktionsmerkmale, die noch vor einigen Jahren unmöglich erschienen.

Die Stabilität gewinnt der Himmelsstürmer aus einem inneren Kern (Innenturm) mit dem rundherum „verspannten“ Treppenaufgang.

Aufgebaut ist der Himmelsstürmer auf einem 5,60 mal 5,60 m großen Betonsockel mit -fundament. Der sogenannte Außenturm besteht aus 20 cm dickem Brettsperrholz. Dabei ist die Fassade des Turms mit Lärchenholzschindeln (über 3700 Stück) und mit den sogenannten Spiegelkacheln (1300 Stück) verkleidet. Nach oben hin verdichten sich die Spiegelkacheln zwischen den Holzschindeln.

Die unterschiedlich dimensionierten Öffnungen werden nach oben hin zum Teil größer. Das Äußere des Turms löst sich somit optisch auf und verknüpft sich scheinbar in einer Leichtigkeit des Seins mit dem Himmel. Dieser „Zauber“ kann besonders an nebligen Tagen bestaunt werden. Dazu spielt diese Turmarchitektur mit dem unterschiedlichen Licht der Tages- und Jahreszeiten.

Ein Bild des Aussichtsturm Himmelsstürmer im Landschaftspark Wetzgau

Auch nachts – im Licht des Mondscheins – hat der Himmelsstürmer mit seinen Spiegelkacheln ein märchenhaftes Erscheinungsbild.

Der Turm selbst hat eine Gesamthöhe von exakt 38,60 m und besitzt 209 Stufen. Die Aussichtsgalerie, zu der in der letzten Etage eine Wendeltreppe führt, ist etwa 20 qm groß.
Auf mehreren Ebenen befinden sich Nischen mit kleinen Ruhebänken, denn das Besteigen über 209 Treppen erfordert doch einiges an Kondition.
Ein wichtiger Tipp: Sich Zeit lassen, unterwegs immer wieder die Aussicht aus den unverglasten Fensteröffnungen genießen.

Bei gesundheitlichen Problemen oder auch plötzlich einsetzender Höhenangst bitte lieber umkehren oder auch nicht zögern, den Turmdienst um Hilfe zu bitten. Aufgrund seiner Höhe ist der Turm mit roten Flugwarnleuchten bestückt, zumal sich in der Nähe auch der Hubschrauberlandeplatz der Stauferklinik befindet. Eine Treppe führt um einen inneren Kern aus 12 cm dickem Brettsperrholz und über mehrere Podestebenen nach oben. Je höher man steigt, umso lichter und offener wird der Innenraum – bedingt durch die nach oben hin größer werdenden Öffnungen und deren Anzahl.

Panoramablick

Ganz oben angekommen, wird der Besucher belohnt mit dem Blick auf die Dreikaiserberge und auf Schwäbisch Gmünd mit Johanniskirche, Münster und Fünfknopfturm. Dort im Süden erstreckt sich auch der Albtrauf. Der Blick reicht bis weit zur Burg Teck und zur mächtigen Festungsruine Hohenneuffen.

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Planung und Bau

Allein die Auflistung von Büros und Fachfirmen aus ganz Deutschland macht die Einzigartigkeit und vor allem die Herausforderungen bei diesem Bauwerk deutlich.

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